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MasterCard, VISA & Amex im Kreditkarten-Vergleich

Vor der Anschaffung einer Kreditkarte wird man oft vor die Frage gestellt, welcher der Kreditkarten-Anbieter letztendlich die perfekten Konditionen für die individuellen Bedürfnisse darstellt. Die Auswahl ist immerhin groß: von der einfachen Prepaid-Kreditkarte ohne Sonderleistungen bis hin zur Luxus-Kreditkarte mit Sonderleistungen wie einem Einkaufsservice ist am Markt einiges vorhanden. Die drei größten Anbieter im Kreditkarten Vergleich wird jeder kennen: VISA Card, MasterCard und die American Express, kurz Amex. Doch wo liegen die Unterschiede der Kreditkarten-Anbieter?

Keine Zeit zum Lesen? Hier lang zur Zusammenfassung.

VISA Card und MasterCard: die Unterschiede

Die präsentesten Kreditkarten sind mit Abstand die VISA Card, wie zum Beispiel die DKB VISA Kreditkarte, und die MasterCard, wie die Andasa MasterCard GOLD. Mit jeweils über 36 Millionen Akzeptanzstellen sind diese beiden Kreditkarten am weitesten verbreitet. Der Unterschied zwischen der VISA- und der MasterCard im Gegensatz zur American Express, liegt bei der Zahlung selbst: Mastercard und VISA organisieren nur die Bezahlung und stellen die gesamte Infrastruktur bereit – das Geld selbst stellt das Bank-Institut hinter der Kreditkarte zur Verfügung. So entscheiden auch die Bank-Institute über die jeweiligen Gebühren und die etwaigen Sonderleistungen. Mit dem eigentlichen Kreditkarten-Konto haben diese beiden Anbieter nichts zu tun. Die Bank, die das Konto zur Verfügung stellt, muss so auch bei Zahlungsproblemen die Verluste tragen. Durch den großen Wettbewerb müssen die ausstellenden Institute ihre Kreditkarte so attraktiv wie möglich gestalten, um konkurrenzfähig zu bleiben. In unserem Kreditkarten-Vergleich sind eine Vielzahl an Master- und VISA Cards mit jeweiligen Vorteilen und Nachteilen gelistet.

Eine besondere Form sind in unserem Kreditkarten Vergleich die sogenannten Prepaid-Kreditkarten. Diese Kreditkarten funktionieren nach dem Prinzip der Vorauszahlung. Das Prepaid-Konto muss vor der ersten Benutzung aufgeladen werden. Dies geschieht in der Regel unkompliziert mithilfe einer Überweisung von einem anderen Geldkonto. Nach einem kurzen Zeitraum ist das Geld dann auf dem Prepaid-Konto vorhanden und kann beliebig genutzt werden. Oftmals sind im Vergleich zu anderen Kreditkarten mit hinterlegtem Girokonto, wie z.B. bei der Fidor SmartCard, keine Zusatzleistungen inkludiert. Durch den Prepaid-Charakter dieser Kreditkarten können keine Soll-Zinsen entstehen – somit ist diese Art der Kreditkarten besonders für Jugendliche geeignet.

American Express bzw. Amex im Kreditkarten Vergleich

Bei der American Express ist die Infrastruktur anders: Amex kümmert sich nicht nur um die Transaktion des Geldes, sondern vergibt auch die Kreditkarten und ist somit selbst der Emittent. American Express Kreditkarten gelten als sehr seriös, da der Karteninhaber über ein eigenes Einkommen verfügen muss, denn Prepaid Kreditkarten gibt es von American Express nicht. Die Jahresgebühren solcher Kredit-Karten sind vergleichsweise hoch, jedoch ist bei der Kreditkarte oftmals ein Service-Paket dabei. Da die Kreditkarte von einem zentralen Unternehmen ausgestellt wird, sind die dazugehörigen Extras einheitlich festgelegt. So bietet American Express beispielsweise ein Bonusprogramm und Versicherungen an, die bei Abschluss eines Kreditkarten-Vertrages inklusive sind. Zudem gibt es bei der grünen American Express eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung und einen 90-Tage-Schutz für Einkäufe gegen Diebstahl und Beschädigung. Mit der American Express Gold Card erhält der Inhaber eine weltweite Auslandsreise-Krankenversicherung und attraktive Vorteile bei der Fahrzeug-Vermietung Sixt.

Innovativ sind die Kreditkarten von American Express auf jeden Fall. Viele Karten verfügen ebenfalls über die Möglichkeit zum kontaktlosen Bezahlen. In Amerika ist es aufgrund einer Kooperation mit Jawbone sogar möglich, mit dem Fitness-Armbändchen kontaktlos zu bezahlen.

Der große Nachteil der American Express ist jedoch die Verbreitung. Eine genaue Anzahl der Akzeptanzstellen gibt das Unternehmen nicht an. Der Konzern spricht nur von „vielen Millionen“. Bei den in Deutschland vergebenen Kreditkarten beansprucht die American Express für sich selbst auch nur einen Anteil von etwa vier Prozent.

Im Überblick: VISA, MasterCard & Amex

VISA MasterCard Amex
Akzeptanz 36 Millionen 36 Millionen keine Angabe
Zahlungsstruktur organisieren Zahlung, stellen Kreditkarten bereit Ist selbst der Emittent
Jahresgebühren teilweise ohne Jahresgebühren erhältlich prinzipiell Jahresgebühren vorhanden
Beantragung bei Prepaid keine Schufa-Anfrage nötig, sonst bestimmte Bonität vorausgesetzt bis 2010 nur mit Mindesteinkünften
Sonderleistungen stark abhängig vom ausgebenden Institut abhängig vom Kartentyp (von Unfall-Versicherungen bis Einkaufsservice)

Fazit

Für deutsche Kunden sind VISA- oder MasterCards empfehlenswert. Hierbei punkten die größten Anbieter ganz klar mit einer höheren Akzeptanz. Außerdem besteht bei diesen Anbietern auch die Möglichkeit, Prepaid-Kreditkarten zu erhalten. Die Bonusprogramme und Zusatzleistungen sind hier abhängig vom jeweiligen ausgebenden Institut.
Die Kreditkarten der American Express können für deutsche Kunden trotzdem ganz interessant sein. Bis 2010 wurden die Kreditkarten nur bei bestimmten Mindesteinkünften ausgegeben, was dem Besitzer einer solchen American Express Kreditkarte das Image einer hohen Kreditwürdigkeit und Seriosität verleiht. Um den Nachteil der geringen Akzeptanz auszugleichen, bietet American Express diverse Bonusprogramme, wie auch Zusatzleistungen an, die je nach Kartentyp ausfallen.

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