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Kreditkartensicherheit: Wie Sie sich vor Kreditkartenbetrug schützen

Die Anzahl an Transaktionen mit Kreditkarten ist hierzulande in den letzten Jahren stark angestiegen. Trotzdem tun sich die Deutschen schwer damit, ihr Vertrauen in eine Plastikkarte zu legen und führen hier unter anderem die Sorge um die Kreditkartensicherheit an. Wir klären auf, wie sicher Kreditkarten tatsächlich sind und was Sie zu Ihrem Schutz bzw. im Betrugsfall tun können.

Sicherheitsmerkmale einer Kreditkarte

Eine Kreditkarte besitzt von sich aus schon genügend Merkmale zum Schutz vor unrechtmäßigen Abbuchungen, da beim Bezahlen im Internet bzw. im Geschäft bestimmte Eigenschaften abgefragt und geprüft werden: Dazu gehören auf der Vorderseite als erstes die Kreditkartennummer, der Name des Kreditkarteninhabers, das Ablaufdatum sowie der Sicherheitschip (auch EMV-Chip). Letzterer ist die Weiterentwicklung des früheren Magnetstreifens und für die Eingabe der PIN verantwortlich, die beim Bezahlen im Geschäft für zusätzliche Sicherheit sorgt.
Aufbau der Vorderseite einer Kreditkarte
Weiterhin gibt es auf der Vorderseite meist ein Hologramm (manchmal auch rückseitig). Je nach Kreditkartenherausgeber lässt sich darauf unter UV-Licht ein bestimmtes Symbol (z.B. die Taube und ein „V” bei VISA) erkennen. Trotz hoher Sicherheitsstandards enthalten aber nicht alle Kreditkarten ein solches Hologramm und auch der EMV-Chip ist noch nicht auf allen Karten verbreitet.
Aufbau der Rückseite einer Kreditkarte
Auf der Rückseite befinden sich zudem das Unterschriftenfeld, der Magnetstreifen und die Prüfziffer, die für Zahlungen im Internet benötigt wird. Das Unterschriftenfeld ist das Pendant zur PIN: Bei Kreditkartenzahlungen im Geschäft muss entweder die entsprechende vierstellige Zahl eingegeben oder unterschrieben werden. Anhand der Unterschrift auf Ihrer Karte erfolgt dann ein Abgleich.

Erhalt der Kreditkartensicherheit im Geschäft

Die Sicherheitsmerkmale direkt auf der Kreditkarte sind natürlich nur dann von Bedeutung, wenn sie sich auch in Ihrem Besitz befindet. Damit das auch so bleibt und Diebe kein leichtes Spiel mit Ihren Daten haben, finden Sie hier wichtige Tipps zur Kreditkartensicherheit im Geschäft:

  • Bewahren Sie die PIN nie in Ihrem Portemonnaie auf. Am besten haben Sie diese stets im Kopf und einmal zur Kontrolle zu Hause.
  • Geben Sie die PIN so verdeckt wie möglich ein und achten Sie darauf, möglichst unbeobachtet zu sein.
  • Überprüfen Sie sämtliche Abrechnungen auf mögliche Fehler oder falsche Abbuchungen.
  • Achten Sie stets so auf Ihre Kreditkarte als wenn es Bargeld wäre.

Erhalt der Kreditkartensicherheit online

Doch neben dem Bezahlen an bestimmten Geräten und Terminals kann die Kreditkarte auch für Buchungen im Internet genutzt werden. Für den Abschluss einer Transaktion genügt dort in vielen Fällen schon die Eingabe der Kreditkartennummer, des Namens sowie der Prüfziffer – alles Daten, die Betrüger durch einfaches Spähen oder eben den Diebstahl Ihrer Karte ergattern können.

Entwicklung Kreditkartenbetrug in Europa

Quelle: EZB-Bericht über Kreditkartenbetrug im Jahr 2016 – Hier lässt sich erkennen, dass der Anteil der Kreditkartenbetruge (hier CNP-Transaktionen genannt) stetig steigen.

Deswegen hat die Europäische Bankenaufsicht (EZB) festgelegt, dass beim Onlinekauf eine „Starke Kundenauthentifizierung” stattfinden muss. Diese Regelung, auch unter dem Namen PSD2 bekannt, erfordert das Vorhandensein von mindestens zwei Merkmalen aus den Kategorien Besitz (Kreditkarte, Smartphone etc.), Wissen (z.B. PIN) und Inhärenz (Fingerabdruck etc.). Somit wird es maßgeblich erschwert, dass Unbekannte mit Ihrer Karte Transaktionen durchführen, die Sie nicht veranlasst haben.

Unabhängig von dem zusätzlichen Schutz, der Ihnen die neue Regelung bietet, können auch Sie einiges unternehmen, um sich im Internet vor Kreditkartenbetrug zu schützen:

  • Fallen Sie nicht auf Phishing-Mails herein. Wie Sie solche erkennen und was zu tun ist, haben wir in einem gesonderten Artikel zusammengestellt.
  • Schützen Sie sich vor Viren oder Trojanern, indem Sie besonders auf Seriosität von Webseiten achten und sich gegebenenfalls eine Software zur Erkennung von solchen herunterladen.
  • Geben Sie Ihre Kreditkartendaten nur während einer Buchung heraus und nicht, wenn Sie von einer unbekannten Quelle dazu aufgefordert werden.
  • Achten Sie auf eine HTTPS-Verschlüsselung oder das „Schloss” in der URL-Zeile. Dies signalisiert Ihnen eine sichere Verbindung.

HTTPS-Verschlüsselung

Sicherheitsverfahren der Kreditkarteninstitute

Verified by VISA LogoEs liegt auch im Interesse der Kreditkarteninstitute, Kreditkarten gerade online sicherer zu machen, denn schließlich haften diese vorrangig im Schadens- bzw. Verlustfall. Lediglich 50€ muss der Kreditkarteninhaber selbst von der Schadenssumme tragen. Deswegen nutzen VISA, MasterCard und Co. das sogenannte 3D-Secure-Verfahren, welches je nach Institut anders genannt wird (z.B. Verified by Visa von VISA). Dabei ist vor der Nutzung eine Registrierung nötig. Anschließend können Sie sich bei Käufen im Internet z.B. durch ein Passwort authentifizieren und so eigenständig vor Kreditkartenbetrug schützen.

Was Sie im Schadensfall tun können

Trotz allem kann es selbst bei den größten Sicherheitsvorkehrungen vorkommen, dass Ihre Kreditkarte gestohlen oder von Betrügern für Zahlungen im Internet genutzt wird. Was ist in diesem Fall zu tun?

  • Lassen Sie Ihre Kreditkarte über die Nummer 116 116 sperren. So können keine falschen Transaktionen mehr getätigt werden.
  • Sollten bereits Abbuchungen von Ihrem Konto zu sehen sein, informieren Sie umgehend Ihre Bank. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, solche Buchungen binnen sechs Wochen zu widerrufen und Einspruch einzulegen.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und legen Sie so Trickbetrügern zukünftig das Handwerk.

Wichtig ist vor allem, dass Sie schnellstmöglich reagieren, denn sonst können jede Menge Transaktionen ohne Ihr Zutun getätigt werden. Durch das kontaktlose Bezahlen via NFC ist es beispielsweise möglich, Einkäufe bis zu 25€ zu zahlen und das in fast jedem beliebigen Geschäft.

Wie sicher sind Kreditkarten?

Seit es Kreditkarten gibt, gibt es auch regelmäßige Bemühungen, die Kreditkartensicherheit weiter zu verbessern. Das ist auch sehr wichtig, da Betrüger kontinuierlich neue Wege austüfteln, um an Ihre Karten und Daten zu gelangen. Trotzdem waren Kreditkarten sicherlich noch nie so sicher wie jetzt. Mit dem richtigen Bewusstsein und einer entsprechenden Kenntnis können Sie als Inhaber außerdem viel dagegen unternehmen und dafür sorgen, dass Kreditkartenbetrug nicht überhandnimmt.

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