Zahlungsmittelentgeld wird abgeschafft

Kreditkartenzahlung im Internet wird günstiger

Das sogenannte „Zahlungsmittelentgeld“ soll abgeschafft werden – die ärgerliche Gebühr hat in vielen Fällen, zum Beispiel beim Buchen eines Bahntickets, dafür gesorgt, dass das Zahlen per Kreditkarte die teuerste Option war.

Gesetzesentwurf: Abschaffung vom Zahlungsmittelentgeld

Am 08.02.2016 hat das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf beschlossen, der dafür sorgen könnte, dass es beim Zahlen mit der Kreditkarte im Internet keine zusätzlichen Kosten mehr gibt. Erstmals angedacht wurde diese Abschaffung vom Zahlungsmittelentgeld bereits 2015. Dabei geht es um das sogenannte „Surcharging“, bei dem der Onlinehändler eine zusätzliche Gebühr dafür erhebt, dass der Kunde ein bargeldloses Zahlungsmittel einsetzt.
Im Fokus stehen hier zunächst die gängigsten Zahlungsarten bzw. Karten. Was mit in Deutschland wenig verbreiteten Karten wie American Express passieren soll, ist nicht ganz klar.
Das heißt, die Konten von Menschen, die nach dem Inkrafttreten des Gesetztes mit Master- oder Visacard online shoppen gehen, dürfen nicht mehr mit den zusätzlichen Gebühren belastet werden. Allerdings soll es diese Zuschläge nicht nur beim Zahlen mit Kreditkarte nicht mehr geben, das neue Gesetz betrifft auch Überweisungen und Lastschriften.

Zahlungsmittelentgeld

Mehr Sicherheit bei Zahlung mit Karte im Internet

Das neue Gesetz steht in direktem Zusammenhang mit zusätzlichen Sicherheitsbarrieren, die demnächst das online Einkaufen mit Kreditkarte sicherer machen sollen. Dabei wird demnächst eine stärkere Kundenauthentifizierung verlangt, die auf drei Elementen aufbaut: Wissen, Besitz und ständiges Merkmal des Kunden; also etwa ein Passwort, Besitz der genutzten Kreditkarte und ein Fingerabdruck.
Eine weitere Veränderung ist, dass rechtlich festgeschrieben werden soll, dass es dem Kunden in Zukunft immer möglich ist, Lastschriften ohne weitere Vereinbarungen zurück zu buchen.

Fazit

Für den Kunden ist die Abschaffung vom Zahlungsmittelentgeld auf den ersten Blick natürlich ein reiner Gewinn. Grade für Vielflieger oder regelmäßige Kunden der Bahn sind die zusätzlichen Gebühren lästig und summieren sich über die Zeit.
Aus Perspektive der Händler sieht das Ganze etwas anders aus, denn für sie entfallen keine Gebühren. Wenn der Kunde mit Kreditkarte zahlt, fallen Zahlungsmittelkosten für diesen an und bisher konnten diese eben durch das Zahlungsmittelentgeld aufgefangen werden. Die Frage ist, ob die Online Händler jetzt nicht einfach dazu übergehen werden, die zusätzlichen Kosten durch höhere Preise des Produktes selbst auszugleichen.
Wahrscheinlich wird es noch eine Weile dauern, bis diese Frage beantwortet werden kann, was aber klar ist, ist, dass es sich hier um einen weiteren Schritt in Richtung von weniger Bargeld handelt. Das Bargeldlose Bezahlen wird an allen Fronten gestärkt. Und wer noch keine hat, sollte sich wohl demnächst doch langsam eine Kreditkarte anschaffen. Die besten findet man in unserem Vergleich.

Bildquelle: Vielen Dank an profivideos und stux für das Bild (www.pixabay.de)

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